Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel
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Beschreibung
"Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel" ist ein Drama von Rolf Hochhuth, nicht Golo Mann. Das Stück wurde 1963 veröffentlicht und thematisiert die Rolle der katholischen Kirche während des Holocausts, insbesondere die Haltung von Papst Pius XII. Es folgt dem fiktiven Jesuitenpriester Riccardo Fontana, der versucht, den Papst dazu zu bewegen, öffentlich gegen die Judenverfolgung durch das NS-Regime Stellung zu beziehen. Das Werk wirft moralische Fragen über Verantwortung und Schweigen angesichts von Unrecht auf und kritisiert die vermeintliche Untätigkeit der Kirche in dieser historischen Periode. Hochhuths Stück löste bei seiner Veröffentlichung heftige Kontroversen aus und führte zu einer breiten Diskussion über die moralische Verantwortung religiöser Institutionen.
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Über den Autor
Fritz J. Raddatz nannte ihn einen «Kaltnadelradierer der Poesie, schmucklos, scharf ritzend, aber nicht ätzend … ein besessener Aufklärer, wo er die Täter am Werk sieht, ob Diktatoren oder Shareholder.» Rolf Hochhuth war einer der erfolgreichsten Dramatiker des heutigen Theaters - mit sicherem Gespür für brisante Stoffe und Themen. Am 1. April 1931 in Eschwege geboren, erzielte er mit dem «christlichen Trauerspiel» Der Stellvertreter Internationalen Erfolg. Es thematisiert die Rolle der katholischen Kirche, speziell die von Papst Pius XII., im Zweiten Weltkrieg. Als rigoroser «Moralist und Mahner» setzte sich Hochhuth mit aktuellen politisch-sozialen Fragen auseinander; in einer Vielzahl offener Briefe plädierte er für die «moralische Erneuerung» der Politik. Er verfasste ein umfangreiches dramatisches, essayistisches und lyrisches Werk. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Basel (1976), dem Geschwister-Scholl-Preis (1980), dem Lessing-Preis der Freien Hansestadt Hamburg (1981), dem Elisabeth-Langgässer-Preis (1990) und dem Jacob-Grimm-Preis für Deutsche Sprache (2001). Hochhuth starb am 13. Mai 2020 in Berlin.
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