Caesar und Labienus: Geschichte einer tödlichen Kameradschaft: Caesars Karriere als Feldherr im Spiegel der Kommentarien sowie bei Cassius Dio, ... Philologie und ihren Grenzgebieten)
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Beschreibung
Unbestritten war Labienus Caesars bester Offizier im Gallischen Krieg, aber dass er auf gleicher Augenhöhe mit ihm stand, klingt unwahrscheinlich: Wer mag ihn schon, diesen „Verräter“, der als „Überläufer“ zu Pompeius ging…. Der Autor hat alle Kommentarien jahrelang studiert, von Grund auf neu bewertet und kommt zu überraschenden Ergebnissen: Caesars eigene Darstellung widerspricht nämlich dem seit Mommsen gängigen Caesar-Bild: Er war nicht der unfehlbare Feldherr, sondern räumt Fehler über Fehler ein. Ohne „seinen“ Labienus wären ihm Tod und Verderben im Gallischen Krieg sicher gewesen, und Labienus war dort in Caesars eigenen Worten ein ebenbürtiger, ja sogar der bessere Feldherr. Dies konnte und wollte Caesar auf Dauer nicht hinnehmen und entfernte Labienus auf demütigende Weise aus dem Generalstab; in anzunehmenden Überarbeitungen der Kommentarien strich er dann die grandiosen strategischen Leistungen seines Offiziers auf ein Mindestmaß zusammen, berichtete im „Bürgerkrieg“ nur noch voller Hass über den einstmals besten Kameraden und begründete so eine Labienus gegenüber vergiftete Tradition. Das Drama dieser Hass-Kameradschaft endet mit der Schlacht von Munda, aber Caesar überlebte Labienus nur um ein Jahr: In „Caesar und Labienus“ erfahren beide Feldherren Gerechtigkeit. *** Labienus was undoubtedly Caesar’s best officer in the Gallic Wars, but to describe him as Caesar’s equal sounds improbable: who can really care much for him, this “traitor” who “defected” to Pompey… The author has spent years studying and thoroughly re-evaluating all the commentaries, with surprising results: Caesar’s own description of events in fact contradicts the image of him prevalent since the time of Mommsen. He was not the infallible commander, but allowed mistake after mistake. Without “his” Labienus, death and destruction would certainly have been his lot in the Gallic Wars, where Labienus was, in Caesar’s own words, his equal, his superior even, as a commander. Caesar could not and would not accept this for long, and humiliatingly relegated Labienus to the general staff; in what we may assume were revisions to his commentaries he then cut back to a bare minimum the references to his officer’s grand strategic achievements, and in the Civil War wrote only with hatred of his once closest comrade, thus founding a tradition poisoned against Labienus. The drama of this love-hate relationship ended at the Battle of Munda, but Caesar would outlive Labienus by only one year. In Caesar und Labienus, both commanders are given the justice they deserve.
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Über den Autor
- Gebunden
- 274 Seiten
- Erschienen 2012
- wbg Academic in Herder
- Hardcover
- 72 Seiten
- Erschienen 1992
- Klett
- Hardcover
- 168 Seiten
- Erschienen 2010
- Klett
- paperback
- 544 Seiten
- Erschienen 1997
- Basic Books
- hardcover
- 240 Seiten
- Erschienen 2009
- Primus in Herder
- Kartoniert
- 512 Seiten
- Erschienen 2008
- Heyne Verlag
- Kartoniert
- 654 Seiten
- Erschienen 2020
- Ullstein Taschenbuch
- hardcover
- 184 Seiten
- Erschienen 2009
- Primus in Herder




