Territoriale Identität und politische Kultur in der Frühen Neuzeit / Identità territoriali e cultura
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Beschreibung
Gemeinsamer Nenner dieser Publikation ist das Problem der bewußten Schaffung von Identität für politisch-soziale Gruppen, bezogen auf den Territorialstaat der Frühen Neuzeit. In den methodischen Rahmen des Bandes gehören wichtige Paradigmen der Historischen Kulturwissenschaft neuerer Prägung, etwa die "Erfindung der Tradition" und ihr realhistorisches Substrat, das Einstiften von Zusammengehörigkeitsgefühl durch die Historiographie und die Gedächtnisfunktion der Geschichte. Im einzelnen durchgearbeitet wird dieser Fragenhorizont in konkret raumbezogenen Fallstudien aus dem Übergangsbereich zwischen Mittel- und Südeuropa. Eine wichtige Leitfrage dabei ist das Verhältnis Einzelterritorium - größerer politischer Verband; entsprechend gehören Habsburgermonarchie und Eidgenossenschaft zu den hier besonders intensiv untersuchten politischen Korporationen. Das Verhältnis zwischen Nation und Region und die Problematik ihrer gegenseitigen Legitimierung bieten Gelegenheit für mehrfache Ausblicke in das 19. Jahrhundert.
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